Auch auf die Reihenfolge kommt es an...
aktualisiert am 30.10.17

   

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Bericht vom 30.10.2017 von Harald Degner



...ein persönlicher Kommentar von Harald Degner

 

 

Martinsviertel hier...                               Martinsviertel da...

Mittlerweile hat sich auch die örtliche Presse dieser Problematik angenommen und berichtet über den Bürgermeister, der gegen eine massive Bebauung sei... sie berichtet über die CDU, die gegen eine massive Bebauung sei und... ach ja, auch die B/G/L sei dagegen (gelesen im Wochenanzeiger vom 28.10.17 u.a. Printmedien).

Stimmt... nur zur journalistischen Sorgfalt gehört es auch, die richtige Reihenfolge einzuhalten und nicht Ursache und Wirkung beliebig durcheinander zu mischen... Nachdem sich auch die RP in ihrem Artikel "Baupläne Martinstraße erhitzen weiter die Gemüter" vom 30.10. diese Darstellungsform zu eigen gemacht hat, fragt man sich:

Ist das nur schlecht recherchiert oder schon "Hofberichtserstattung"?

Hier noch einmal, die „wahre Geschichte“ in der richtigen Reihenfolge:

Die Verwaltung (und man sollte glauben, der Bürgermeister gehört auch dazu) bringt ein "Strategiekonzept Wohnen 2025" heraus und empfiehlt mit Projektvorschlag A (Martinstraße): "nur einen Gebäuderiegel im Innenbereich vorzusehen und hierbei einen möglichst großen Abstand zu den denkmalgeschützten Gebäuden an der Richrather Straße einzuhalten."

Die Verwaltung bringt dieses Konzept in den Fachausschuss und in den Rat ein. Eine Bebauung mit vier Gebäuderiegeln wurde nie vom Fachausschuss beschlossen (wie fälschlicherweise in einigen Presseartikeln berichtet wurde)!

Wenige Tage darauf stellt die Verwaltung überraschend unter Moderation des stellvertretenden CDU-Bürgermeisters, Dieter Braschoss, und des Ausschussvorsitzenden der CDU, Georg Loer, auf einer Bürgeranhörung einen Entwurf vor, der fünf massive Gebäuderiegel enthält.

Die Bürgergemeinschaft Langenfeld (B/G/L) informiert mit mehreren Flyern die anwohnenden Bürger über diese Diskrepanz

Die betroffenen Bürger organisieren sich in einer Interessengemeinschaft und formulieren ihre Proteste

Die B/G/L geht mit dieser Thematik weiter in die Öffentlichkeit und beanstandet beim Bürgermeister das Vorgehen bei der Bürgerbeteiligung „und fordert die Verantwortlichen auf, das Verfahren zu stoppen."

Die Vertreter der CDU (Loer und Braschoss) leiden auf einmal an einer partiellen Amnesie und können sich auf einmal nicht mehr daran erinnern, dass sie selbst die Bürgeranhörung geleitet hatten, bei der der Entwurf mit den fünf Gebäuderiegeln vorgestellt worden war und distanzieren sich heute von "der massiven Bebauung" als unabgestimmten Vorschlag des Bauvereins..

Der Bürgermeister, dessen Verwaltung den Entwurf mit den fünf Gebäuderiegeln in die Bürgeranhörung eingebracht hat, distanziert sich von seiner eigenen Verwaltung und erklärt, dass das Martinsviertel aus seiner Sicht eine maximale Bebauung mit zwei neuen Gebäuden vertrage…

Es wäre schön, wenn die Kollegen der schreibenden Zunft nicht nur über die Tatsachen, sondern auch über deren richtige Reihenfolge berichten würden…

Wie heißt es so schön im Ehrenkodex des Presserats:

Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.

 

Hier zum Nachlesen und/oder downloaden die Aktivitäten der B/G/L:

Auszug aus "Strategiekonzept Wohnen" der Stadt Langenfeld, hier: Martinstraße
Info für betroffene Bürger: Flyer 1
Info für betroffene Bürger: Flyer 2
Info für betroffene Bürger: Flyer 3
Beanstandung beim Bürgermeister
Antrag an Ausschuss für Planung und Umwelt: Bauverein einladen
Pressemitteilung 27.10.17


 

 

  
   

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Bericht vom 30.10.2017 von Harald Degner

  

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