• B/G/L-Fraktion

CO-Pipeline: Teilerfolg für die gefährliche Gas-Leitung

Seit über 10 Jahren schwelt der Streit um die gefährliche Gas-Leitung, die die Bayer-Werke Dormagen und Krefeld-Uerdingen verbinden soll. Jetzt hat die Bezirksregierung Düsseldorf Abweichungen von der ursprünglich genehmigten Streckenführung sowie technische Änderungen nachträglich durchgewunken. Damit ist das zuständige Bayer-Tochterunternehmen Covestro dem Betrieb der Giftgas-Leitung ein weiteres Stück nähergekommen.

Noch darf kein giftiges Kohlenmonoxid durch die 67-Kilometer lange Leitung fließen, denn es ist noch ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Münster offen. Das OVG Münster muss nun klären, ob das Projekt dem Allgemeinwohl diene. „Die CO-Pipeline dient aber ausschließlich der Gewinnsteigerung eines Aktienunternehmens und nicht dem Allgemeinwohl. Nach unserem Rechtsempfinden hätten die Enteignungen von privaten Grundstücken für den Pipeline-Bau niemals durchgeführt werden dürfen“, zeigt sich B/G/L-Fraktionssprecher Gerold Wenzens kämpferisch.

Die B/G/L werde nun wieder Kontakt zu den Pipeline-Gegnern im Kreis Mettmann aufnehmen und über das weitere Vorgehen beraten. "Es gilt, eine tödliche Gefahr für Tausende Menschen in Langenfeld abzuwenden! Da werden wir nicht klein beigeben", verspricht der B/G/L-Fraktionsvorsitzende.


2006 hatte der Landtag das sogenannte „Rohrleitungsgesetz“ verabschiedet, auf dessen Grundlage Anwohner später enteignet wurden.


2009 wurde der Bau der Pipeline fertiggestellt, bis heute jedoch aufgrund der Gerichtsentscheidungen nicht in Betrieb genommen.


Fakten zur CO-Pipeline:

Fakt ist, dass das geruchslose und farblose Gas bereits bei einer sehr geringen Konzentration in der Atemluft innerhalb weniger Minuten zum Tode führt.

Fakt ist, dass bei einem Bruch der Leitung laut TÜV-Gutachten weite Teile der Langenfelder Ortsteile Katzberg, Stefenshoven, Berghausen, Wolfhagen bzw. Richrath einer tödlichen Gefahr ausgesetzt wären. Wer weiter weg von einer Bruchstelle wohnt, z.B. in Langfort oder der Stadtmitte, riskiert bei einem Störfall immer noch erhebliche gesundheitliche Schäden.

Fakt ist, dass im Falle eines Bruches der Leitung innerhalb weniger Minuten ganze Ortsteile mit Tausenden von Menschen evakuiert werden müssten. Die Feuerwehr beschreibt diese Aufgabe jedoch als „nicht lösbar“. Eine Katastrophe wäre die Folge.

Fakt ist, dass ein einziger achtloser Baggerfahrer genügt, um die Katastrophe auszulösen

Einige Impressionen aus den letzten 12 Jahren


Bilder:

Informations-Veranstaltung der B/G/L zur CO-Pipeline am 30.08.2007 in der Richrather Schützenhalle mit über 400 Bürgern

Einer von vielen Infostände der B/G/L zur CO-Pipeline, hier in der Stadtmitte im September 2012

Unterstützung einer Kundgebung in Hilden durch Mitglieder der B/G/L